32 900 CHF

Jeep Cherokee Chief

Fahrzeugdetails
Modell Cherokee Chief
Jahr 1979
Aufbauart SUV
Kilometerstand 39300
Treibstoffart Benzin
Getriebe Automat
Hubraum (cm3) 5893
Zylinder 8
PS 129
l/100km k.A.
Autofarbe Grün
Innenfarbe Schwarz
Anzahl Türen 3
Anz. Sitzplätze 5
Typen-Nr 044243
Fahrgestell-Nr. J9A 17N N12 9986
Letzter MFK/TÜV 19/10/2018
Erstzulassung 29/10/1979
Lager-ID 21142
Beschreibung

Dieser 1979er Jeep Cherokee Chief ist eine gesunde Mischung aus Luxus-, Sport- und Geländewagen. Die Lackierung ist sehr gut in Schuss, der 5.9 Liter V8 schiebt das Ungetüm kraftvoll an und der Sound lässt so ziemlich jeden modernen SUV alt aussehen. Gepaart mit einer butterweich schaltenden Automatik lässt diese Maschine kaum Wünsche offen. Ob beim Cruisen, beim Familien- und Warentransport, beim Offroaden oder, für die Proleten unter uns, beim Angeben am Bahnhof macht dieser Cherokee der ersten Serie stets eine gute Figur.

Der Wagen wurde Ende 2018 als Veteran geprüft und lockt mit unter 40’000 gefahrenen Kilometern. Untenrum ist alles sauber und in einem sehr gepflegten Zustand. Auch der Innenraum überzeugt mit originalem Interieur und vergleichsweise harmlosen Gebrauchsspuren für ein über 40 Jahre altes Fahrzeug. Das alte Radio hat ausgedient und einem modernen DAB-Radio Platz gemacht. Ein optisch passenderes Retro-Modell kann auf Anfrage gerne installiert werden.

Modellgeschichte:

1940 beginnt die Jeep-Erfolgsgeschichte und damit auch die Geschichte aller Geländewagen und SUVs, die heute das Strassenbild prägen. Die Geschichte von Jeep und damit die Geschichte aller Geländewagen und SUV begann – völlig unbeabsichtigt – als es beides noch gar nicht gab. Im Juli 1940 informierte das U.S. Militär die amerikanischen Autohersteller über den Bedarf eines leichten Aufklärungsfahrzeuges. 135 Hersteller wurden avisiert, sich für den lukrativen Regierungsauftrag zu bewerben. Die Vorgaben lauteten unter anderem wie folgt:

– mindestens 275 Kilogramm Nutzlast

– Radstand unter 190 Zentimeter

– Höhe unter 91 Zentimeter

– ruhig laufend von vier bis 80 km/h

– rechteckige Karosserie

– Allrad mit Untersetzung

– umklappbare Frontscheibe

– drei Einzelsitze

– maximales Gewicht von 590 Kilogramm

– maximal 119 Zentimeter Spurweite

Die Hersteller Willys-Overland, American Bantam Car Manufacturing Company und die Ford Motor Company hatten die Kapazität und das Know-How und machten sich an die Arbeit. In Rekordzeit wurden die Prototypen noch im selben Jahr entwickelt und alle drei Unternehmen wurden mit dem Bau von 70 Musterfahrzeugen zum Vergleichstest beauftragt.

Im November 1940 wurden die je 70 Fahrzeuge im Erprobungsgelände Camp Holabird, Maryland getestet. Alle drei Hersteller konnten ihren Wagen nicht unter 590 kg bauen, weshalb die Armee das zulässige Limit für die zweite Testrunde erhöht hat.

Im März 1941 wurden neue Aufträge verteilt und die drei Autobauer durften für die entscheidenden Feldversuche je 1500 modifizierte Versionen ihrer Prototypen bauen.

Chefingenieur Karl Probst baute mit seinem Team das Model 40 BRC (1940 Bantam Reconaissance Car), Ford produzierte den Model GP (Government contract „P“), genannt «Pygmies», und Delmar G. „Barney“ Roos produzierte mit seinen Leuten den Willys Quad.

Willys machte das Rennen und bekam den Regierungsauftrag. Die anderen Fahrzeuge wurden hauptsächlich nach Grossbritannien und Russland verschifft.

Der Willys Quad reifte nach und nach zum Willys MA und später zum MB. Für das Volk war der Wagen schlicht DER «Jeep».

Wo der Name herkommt, ist bis heute unklar. Die einen gehen davon aus, dass das Wort durch die Verschleifung des Kürzels GP, entweder von Fords Modell oder von der Abkürzung für «General Purpose» herrührt. Etwas wahrscheinlicher ist die Herleitung von «Eugene the Jeep», einem hundeähnlichen Fabelwesen aus der Popeye-Comicreihe, welches die Fähigkeit besitzt, überall auf der Welt aufzutauchen, durch Wände zu gehen und Popeye aus der Patsche zu helfen. Der Begriff fand den Weg ins Wörterbuch und bezeichnet schlicht einen Geländewagen.

Willys baute 368’000 Wagen für die US-Armee und sicherte sich die Jeep-Namensrechte. Noch während des Krieges arbeitete Willys an zivilen Versionen des erfolgversprechenden Jeeps.

Ein grosser Schritt gelang dem mittlerweile Willys Motors genannten Unternehmen 1962: Der Jeep Wagoneer wurde vorgestellt. Dieser Wagen kombinierte den Komfort eines Personenwagens mit dem Nutzen eines Geländewagens. Der SUV war geboren und erstmals wurde ein Allradfahrzeug mit Getriebeautomatik und vorderer Einzelradaufhängung ausgeliefert.

1963 wurde aus der Willys Motor Company die Kaiser Jeep Corporation und 1964, kam mehr Luxus in die Modellpalette. Der Super Wagoneer stand dem Basismodell nun zur Seite und trumpfte mit einer Reihe von Luxusattributen: Klima, Servolenkung, Vinyldach, V8 und Automatikgetriebe. Mit diesem Modell sollten auch Prestige-Käufer auf den Geschmack eines Geländewagens gebracht werden.

Ab 1970 stand die Firma AMC, die American Motors Corporation, hinter der Marke und unter dessen Führung tauchte 1974 der Jeep Cherokee als zweitürige Variante des Wagoneers erstmals in den Showrooms der Händler auf.

Das Modell soll auch jüngere Kundschaft begeistern und wurze zu dem Zweck mit Sportlenkrad, Schalensitzen und sportlichen Akzenten ausgestattet. Die Updates kamen sehr gut an und auf diverse Auszeichnungen folgten erstaunliche Verkaufszahlen.

Weitere Klassiker und mehr Bilder und Videos findest Du unter: lucianos-classics.ch